Inhaltsverzeichnis: "Wikis im Social Web"

Vorwort der Herausgeber: Wikis und die Schönheit des Einfachen Johann Stockinger, Helmut Leitner

Das Phänomen Wiki

Herbert Hrachovec geht in seinem Beitrag Zyklo-Pädisch: Einen Kreis des Wissens bilden der Frage nach, ob die impulsive Teilnahme an der Schriftlichkeit des Webs – wie sie in der Wikipedia zum Ausdruck kommt – zugleich mit der Her¬stellung wohlorganisierter Argumentationszusammenhänge auch im kleinen Maßstab gelingen könnte und geht auf E-Learning-Anwendungen an der Universität Wien ein.

In seinem Beitrag Wikis goes politics. Ein Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzungen? geht Markus Glaser der Frage nach, inwieweit Wikis als Werkzeug für die tägliche politische Arbeit geeignet sind und betritt damit ein für die Wiki-Community neues und sehr vielversprechendes Feld. Wie Glaser herauszuarbeiten versucht, liegt dabei im Vergleich zur Wissenssammlung der Fokus auf Meinungen und nicht auf Fakten.

Der Begriff der Fraktalität dient Helmut Leitner in seinem Beitrag über ProWiki - Fraktalität und ihre Perspektiven: Ein Open Source Angebot an die Scientific Community ‘beyond Wikipedia’ als Ausgangspunkt für einen systemtheoretischen Ansatz zum Verstehen, Ermöglichen und Erforschen von Wikis. Er wird vor allem als Signal gesehen, dass es keine Grenzen für die Vielfalt von Strukturen, Inhalten und Anwendungsformen von Wikis gibt.

Franz Nahrada schließt in seinem Beitrag Das Dorfwiki als fraktale Community – Ein vorläufig wenig erfolgreicher, aber dennoch weitergeführter Versuch direkt an die Arbeit Leitners an und beschreibt das Dorfwiki als einen relativ vielfältigen Experimentalort für eine dauerhafte und thematisch integrative Kommunikation, wobei er vor allzu großem Optimismus warnt.

Wie der Beitrag Nahradas zeigt, können viele Faktoren beim Aufbau einer erfolgreichen Wiki-Community eine Rolle spielen. In ihrem Beitrag über Soziale Belohnung in Wiki Systemen gehen Bernhard Hoisl, Wolfgang Aigner und Sylvia Miksch auf verschiedene Methoden der sozialen Belohnung ein, welche darauf abzielen, Benutzer/innen zu motivieren, an einem Wiki teil¬zunehmen.

Philipp Ast und Andreas Augustin stellen in ihrem Beitrag WikiQuiz – Kollaboratives Spieleportal ein Online-Quiz vor, bei denen die Fragen und Antworten von den Spielenden selbst kollaborativ erstellt werden. Durch die Anwendung von Web 2.0-Technologien ist es möglich, Informationen aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia einzubinden und so mit wenigen Handgriffen einen großen Pool an Fragen zu erstellen.

Dokumentation und Wissensmanagement

Dem Thema Wissensmanagement mit Wikis widmet sich Renate Millebner. Dabei geht sie auf unterschiedliche Szenarien ein, in denen Wikis in Unternehmen zum Einsatz kommen können, diskutiert Vor- und Nachteile und stellt konkrete Unternehmensbeispiele vor.

In seinem Beitrag Wikis in der Technischen Dokumentation untersucht Peter Ebenhoch, inwiefern die Technische Dokumentation erfolgreich von Wiki-Konzepten profitieren kann, wobei er die Grundprinzipien von Wikis mit den ungeschriebenen Regeln von Gemeinschaftsküchen in Studentenheimen oder Wohngemeinschaften vergleicht.

Christian Bogner stellt in seinem Beitrag Benutzerorientierte Gestaltung eines Informationssystems für Softwareentwickler das deutsche Verbundprojekt RISE („Reuse im Software Engineering“) vor, das mit Hilfe der Wiki-Technologie und Ansätzen des Semantic Web ein Medium entwickelt hat, das Wissen einarbeitet und unmittelbar für alle Mitarbeitenden verfügbar macht.

Im Beitrag InfoVis:Wiki – Eine Informations- und Diskussionsplattform für die InfoVis-Community beschreiben Wolfgang Aigner, Klaus Hinum und Sylvia Miksch einerseits die konkrete Entstehung und Entwicklung des InfoVis:Wiki und andererseits allgemeine Herausforderungen und Probleme beim Design und Betrieb von Wiki-Systemen.

Wikis für Archive und Museen

Inwieweit die gängige Wiki-Software in der Lage ist, den speziellen Anforderungen geisteswissen¬schaftlicher Forschung gerecht zu werden, versucht Benjamin Burkard in seinem Beitrag Wiki goes Humanities: Kollaborative Erschließung mittelalterlicher Urkunden zu klären. Dabei stellt er mit EditMOM ein Wiki-Software-System vor, das nicht nur für die kollaborative Beschreibung mittelalterlicher Urkunden verwendbar, sondern auch für andere Wissensdomänen im Bereich des kulturellen Erbes adaptierbar ist.

Peter Hoffmann und Michael Herczeg stellen in ihrem Beitrag Wiki meets Museum – Die soziale Interaktion als Attraktivitätsgewinn für Web-Präsenzen im Kulturbetrieb ihr Modell eines Wiki¬seums vor, eine eigens entwickelte Wiki-Software, die insbesondere den speziellen Ansprüchen an WWW-Angebote von Kulturbetrieben wie Museen genügen soll. In einem weiteren Beitrag über Soziale Interaktion mit Dinaharazade – Kommentierung in einem interaktiven mobilen Audiosystem in Museen und Ausstellungen bauen sie auf ihre Erfahrungen, die sie mit dem Wikiseum gemacht haben, auf, stellen eine Audio-Wiki-Funktion mit speziellen Interaktionsmöglichkeiten vor und gehen auf die Akzeptanz der Benutzer/innen ein.

Wikis und E-Learning

Anja Ebersbach und Markus Glaser leiten mit ihrem Beitrag Das Wiki als Spielwiese für das Internet die Sektion „Wikis und E-Learning” ein. Ausgehend vom Medienkompetenzbegriff von Baacke, den sie um den Aspekt der Mediendemokratie erweitern, untersuchen sie inwieweit Wikis in ihrer Eigenschaft als Teil des WWW zur Förderung von Medienkompetenz allgemein und speziell für das Internet beitragen können.

Eine besondere Art des Wiki-Einsatzes an Schulen beschreiben Christian Schrack und Evelyn Stepancik in ihrem Beitrag Einsatz von Wikis bei der Realisierung von Leistungsdarstellungen und E-Portfolios im Unterricht. Sie ordnen E-Portfolios und Wikis dem aufgeklärten lerntheoretischen Ansatz des Konstruktivismus in eLearning-Umgebungen zu und berichten von ersten Erfahrungen.

Edgar Weippl, Bernhard Riedl und Veronika Grascher beschäftigen sich in ihrem Beitrag Einsatz von Audits in Wikis an Stelle von Zugriffskontrollen als sozio-organisatorische Sicherheitsmaßnahme mit Aspekten der Sicherheit in eLearning-Umgebungen und stellen kostenintensiven Sicherheitskonzepten alternative Möglichkeiten zum Schutz der Datenintegrität gegenüber, die mit Wiki-Systemen realisiert werden.

Schließlich berichten Philipp Budka, Johann Stockinger, Elke Mader und Elisabeth Anderl in ihrem Beitrag Wiki-Systeme als eLearning-Instrumente im universitären Kontext: Über das Potenzial der Dynamisierung von Lerneinheiten durch Wiki-Verknüpfungen über ihre Erfahrungen des Wiki-Einsatzes im universitären Bereich und machen Vorschläge, wie Wikis sinnvoll zur Ergänzung bereits bestehender Lerninhalte verwendet werden können.

 
wikibuch-inhaltsverzeichnis.txt · Zuletzt geändert: 2007/05/25 13:05 von admin
 
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